Werkstatt–Kunst  

M.A. Wolfgang Eschenhagen

 

Kompetenznachweis Kultur und die Werkstatt–Kunst

Die Werkstatt–Kunst vergibt den Kompetenznachweis Kultur und dokumentiert in einem 2-seitigen Dokument, welche Kompetenzen der Jugendliche bei seinem kreativen Engagement entwickelt hat.

(siehe: Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen e.V.)

Werkstatt–Kunst

Themen der Werkstatt-Kunst: Experimentelles Zeichnen, Typografie, Fotografie, Buchgestaltung, Informationsgrafik, Bildbeschreibung, Bildauswahl
Organisationsform: Interessenorientierte, offene Werkstatt
Zielgruppe: Jugendliche mit und ohne Behinderung, die sich in der Berufsfindung befinden
Methodiken: Das Experiment, das Spiel, Einzel- und Gruppenarbeit, Learning by Doing
Herausforderungen: Durchhaltevermögen, Konstruktionsleistung, konzentriertes Arbeiten
Zu bewältigende Aufgaben: Eigene Ziele finden und formulieren, eigene Interessen  aufzeigen, gesetzte Ziele realisieren.

Mögliche Wirkung: 
Selbstbewußtsein kann gestärkt werden: „Ich-kann-das“-ERFAHRUNG & „Ich-schaffe-das“-ERFAHRUNG kann iniziiert werden, Anerkennung von Mitmenschen kann wachsen.

Kompetenzen die erfordert und gefördert werden: Selbstkompetenz, Methodenkompetenz, Fachkompetenz.

Skizzieren und Zeichen: Macht es heute, im neuen Jahrtausend und einer Welt der Mikrichips, noch Sinn, mit Papier und Bleistift zu zeichen und Skizzen aufs Papier zu bringen? … Das, was uns zum Spielen, zum Lachen, zum Fantasieren bringt, kann – unter vielem anderen – mit Zeichen geschehen. Ein Jugendlicher vertreibt sich die Zeit, ja kultiviert diesen Zeitvertreib, indem er eine Sprache mit Bildern erkundet … Bilder dienten zu allen Zeiten dazu, der Anschauung einen Sinn zu geben. Zeichnungen, auch diejenigen der Kinder, erleichetrn das Begreifen einer Blindschleiche ebenso wie die Vorstellung der Welt. … (1)

Bildbesprechung und das Experiment: Wer einen Duden besitzt, kann seine Rechtschreibung überprüfen. Wer ein Lehrbuch für Zeichentechniken besitzt, darf trotzdem Fehler machen, Gesetze überschreiten und Dinge ausprobieren, die andere als verboten betrachten. Etwas anders betrachten zu können, gehört zum Ziel, um möglichst viele Betrachtungsmöglichkeiten zu erproben. … (1)

Reinzeichnung und Präsenatation: Es ist möglich, sich zu trauen und dafür Vertrauen zu gewinnen. Schülern wird, mal mehr, mal weniger Freiräume gegeben, die Welt der Gestaltung zu entdecken. Der Projektverlauf und die Ergebnisse können beeindrucken und sind lehrreich zugleich: Je offener die Aufgabenstellung und damit das Vertrauen in die “Lernenden”, desdo mehr Freude, Interesse und Engagement können zu spühren sein. Und damit Verbunden: je besser die Vorbereitung, also je mehr Materialien und Werktechniken die Phantasie anregen, umso weiter können sich die Arbeitsergebnisse entwickeln. Entdecken bedeutet eben nicht, auf ein erwartetes Ergebnis zu setzen, sondern die Sache und sich selbst auszuprobieren. … (2)

 

(1) Peter Jenny, Notizen zum Figürlichen Zeichen, Seite 12 ff
(2) Reihnhard Kahl, Design entdecken. Der Werkbund macht Schule, Seite 7

 

Die Werkstatt–Kunst findet als Einzelunterricht und in kleinen Gruppen von 2 bis 8 TeilnehmerInnen statt. Die  zweimonatigen Workshops in Kleingruppen beinhaltet 16 Unterrichtseinheiten und 30 Stunden Selbststudium.

Interessenten bewerben sich bitte per E-Mail mit einer Kurzinformation zu Vorkenntnissen und Motivation. Anmeldungen jederzeit möglich.

 

Vita: Wolfgang EschenhagenDozent für die Fachbereiche: Kunstpädagogik, Fotografie, Gestaltung